Vom Hoch- zum Oberrhein
Donnerstag, 18. Juni
Das war eine heiße Tour heute!
Beim Start ließ sich ja alles noch ganz ruhig an, der Rhein flloß gemächlich Richtung Basel – auch wenn es etwas mühselig gewesen war, den Weg durch Säckingen zu finden.


Am Vormittag ging es gemächlich und friedvoll weiter, mitten durch Schloss Beuggen vor Rheinfelden, wo zumindest am Turm die Zeit stehen geblieben war.


In Rheinfelden hab ich die Innenstadt vermeiden können, ich konnte dafür einen schönen Blick auf die schweizerische Hälfte der Stadt werfen.


Danach aber ließ sich das Stadtgetümmel nicht umgehen, ich musste durch diverse Vororte und schließlich durch den auf der rechten Rheinseite gelegenen Teil Basels.

Dabei habe ich einen großen Teil der Möglichkeiten, falsch abzubiegen, genutzt – unter anderem war ich in einer Sackgasse zwischen lauter „Logistik“-Firmen gelandet. Immerhin konnte ich mir dort – im „Hafenmuseum““ – meine Wasserflaschen schon wieder einmal auffüllen. (Ja, ich habe ausgiebig getrunken!)
Inzwischen waren die Temperaturen deutlich über 30°C gestiegen, aber zum Glück hatte ich gegen 14 Uhr das ganze Stadtgedöns hinter mir und befand mich auf dem Weg rheinabwärts nach Norden.

Die Autobahn rauschte lange Zeit neben mir, aber zwischendurch erschien der Rhein wie ein gemütlicher Gebirgsbach (der größere TTeil des Wassers in im französischen Rheinseitenkanal), in dem ich meine Füße abkühlen konnte.


Um vier Uhr war ich in Neuenburg, aber das war noch zu früh und dort das Zelt aufzuschlagen. Ich hab den Zeltplatz auf der Rheininsel in Breisach angepeilt und wollte dort anrufen, aber – oh Graus – der gehört inzwischen einem französischen Camping-Konzern, der beim Anruf erst verschiedene Optionen abgefragt („Haben Sie reserviert? Dann drüchen Sie die 1“) und mich dann mit einer „KI“ verbunden hat, die mich natürlich nicht verstanden hat und wissen wollte, in welche Region ich denn reisen wolle. Ich hab entnervt aufgelegt und es drauf ankommen lassen.
Ich war 2019 das letze Mal auf der Strecke unterwegs (beim Weg an die Rhone) und musste damals wegen Baustellen Umwege fahren. Wie schön, dass sich da nichts geändert hat – die Baustellen sind noch immer die selben! Die Hitze hat ordentlich an meinen Kräften gezehrt, aber irgendwann bin ich dann doch angekommen.
Aber in Breisach hat alles funktioniert: Ich hab (im zweiten Anlauf) den Weg zur Rheininsel gefunden. Und natürllich war Platz für mein Zelt. Zwar war das Zeltplatzestaurant schon zu – zu wenig Betrieb – aber es gibt noch ein Strandrestaurant, das Essen und Trinken serviert. Der Tag war heiß, aber er ist gut gelaufen und gut ausgegangen!

