Was für ein herrlicher Tag!
Samstag, 6. Juni 2026
Im Hostel hab ich hervorragend gefrühstückt, die Sonne kam raus – der Tag ließ sich gut an! Spoiler: er wurde noch besser. Und eine Warnung: In diesem Beitrag kommen viele Kirchen vor. Hat nichts mit Heiligkeit zu tun, sondern einfach damit, dass das Gebäude sind, die von weitem ins Auge fallen.
Kurz nach der Abfahrt lag Muta malerisch auf dem Hügel vor mir.

Im Dörfchen Gortina stach die Kapelle mit ihrem Holzschindel-Dach ins Auge. So was hab ich noch nirgends gesehen (Na gut, bei skandinavischen Stabkirchen gibt es Holzschindeln. Aber die haben dann keine solchen Türme.)

Endlich konnte ich ans Ufer der Drau und den Fluss richtig fotografieren.

In Dravograd steht die romanische Kirche St. Vitus. Das Blechdach erfüllt sicher seinen Zweck, aber so ganz original ist das nicht.

Und dann war ich auch schon durch mit Slowenien – kurz vor Lavamünd passierte ich die Grenze und war in Kärnten. Bei der Anfahrt nach Lavamünd fielen mir zwei Kirchen auf: Die gotische im Tal (fast direkt am Fluss) und eine Barock-Kapelle auf dem Berg.


Am Wasser-Kraftwerk Lavamünd hängt eine Gedenktafel für die Opfer der Zwangsarbeit beim Bau. Gut, dass deren Schicksal nicht vergessen wird!

An der Klappe des Auslaufs hatte der Rost eine interessante Struktur geschaffen.


Kurz oberhalb des Kraftwerks liegt der Campingplatz, den ich eigentlich gestern erreichen wollte. Gut, dass das nicht geklappt hat – das war ein reiner Wohnmobilplatz. Weil der offizielle Radweg mir zu viele Umwege und Steigungen macht, bin ich weiter auf der Straße gefahren. Die geht aber auch munter aufwärts (und gelegentlich abwärts). So kam ich nach Eis, wo genau zum richtigen Zeitpunkt die Mostschenke stand und mich zur Mittagsrast lud.
Zum Glück entdeckte ich wenige Kilometer weiter den Wegweiser zur Jaunatalbrücke – eine Eisenbahnbrücke, die hoch über den Fluss führt und natürlich fantastische Perspektiven bietet.





Danach musste ich mich durch verschiedene Dörfer und Kleinstädte wühlen, bis ich hinter Sankt Kanzian am Klopeiner See wieder runter an die Drau kam. Bei der Abfahrt fiel mir eine Abtei am Hang gegenüber auf – Wer kann mir sagen, welche das ist???

Der Radweg direkt an der Drau war dann „zum Niederknien schön“: In absoluter Ruhe durch ein Naturschutzgebiet, immer wieder wunderschöne Blicke auf den Fluss und die Berge – ich kam nicht schnell voran, weil ich dauernd fotografieren musste. Hier ein paar Bilder:







Mein Zelt steht heute in Feistritz im Rosental auf einem ruhigen „Naturcampingplatz“, der zu einem Hotel mit Restaurant gehört. So kam ich auch noch zu einem warmen Abendessen.
Es war ein herrlicher Tag voller Glücksmomente. Die Leute müssen mich für verrückt gehalten haben, weil ich immer wieder vor Begeisterung gejubelt habe. Für den miesen Tag gestern bin ich mehrfach entschädigt.
Das ist doch schön, wenn einem das Herz aufgeht und überläuft. Schöne Bilder einer interessanten Fahrt. Danke.