Dann eben Linz
Donnerstag, 28. Mai
Ein Anruf beim „B7 Fahrradzentrum“ in Linz am Morgen machte Hoffnung. Also wagte ich mich in den Schienenersatzverkehr am Bahnhof Budweis.
Dort hängt auch eine Gedenktafel für die Eisenbahner, die Opfer der Nazis wurden.

Eine junge Frau stand extra an der Haltestelle als Koordinatorin, für die Fahrradmitnahme kam ein Zusatz-Kleinbus. In Summerau – erste Station in Österreich – geht es mit der Bahn weiter. Tatsächlich hat der Zug auf den Bus (und den Kleinbus mit der Speedmachine) gewartet, der Zugbegleiter hat uns am Bahnhof begrüßt – alles erfreulich.
Leider kam ich erst nach Beginn der Mittagspause an der Werkstatt an, also erst mal warten. Doch dann kamen freundliche Leute, die mein Rad in Obhhut nahmen. Der Chef sprach von ein bis zwei Stunden, ich hab einen Spaziergang an der Donau gemacht.



Leider war das Ganze doch komplizierter, erst nach 17 Uhr hatten sie es hinbekommen. Der Werkstattleiter gab mir den dringenden Rat, routinemäßig alle zwei Jahre die Schaltzüge zu wechseln, damit so etwas nicht wieder passiert. Die Schaltung funktioniert so gut wie lange nicht mehr. Erstaunlicherweise hat mich der Tag fast ohne Bewegung (aber mit innerer Unruhe) sehr geschlaucht. Ich hab den ersten Zeltplatz bei Linz genommen. Dort war ich auch 2017 schon bei meiner Donau-Radtour.

Dein letzter Eintrag war bewundrenswert unaufgeregt – ich hätte voll die Panik gehabt. Aber Du kennst ja schon Katastrophen bei der Fahrt (Handy kaputt). Dass diese Unsicherheit schlaucht ist sehr verständlich.
Für meine Tour werde ich morgen Ersatzzüge und Bremsgummis besorgen, das hatte ich mir heute auf einer wunderschönen Fahrt um Hannover überlegt. Ersatzspeichen habe ich schon – im Sattelrohr versteckt.
Gute Weiterfahrt.