Fast am Meer
Montag, 8. Juni 2026
Nach einer guten Nacht und einem guten Frühstück ging es auf dem Bahntrassenweg weiter. Immer wieder wunderschöne Ausblicke, viele kurze und auch lange Tunnel – einfach herrlich!



Ein Aufkleber ( die Farben sind wohl verblasst) gibt zwar die richtige Haltung vor, doch auf der Strecke brauchte jedenfalls ich keine Pilze für ein Hochgefühl.

Besonders schön war es, als der Weg hoch oberhalb der Straße verlief – das steigerte noch das Hochgefühl.

Bald kam ich an Dogna vorbei. Da hatte ich gestern Abend auch angerufen und nach einem Bett gefragt – gut, dass die keines mehr hatten.

Dann wieder wurde das Tal so eng, dass es wie eine Schlucht wirkte.

Auch als die Berge niedriger wurden, zeigten sie ein aufregende Struktur.

Nach gut 40 km war ich am Ende der Bahntrasse, ich kam in die Ebene.

In Gemona hab ich mir ein zweites Frühstück im Café genehmigt – wenn man fragt, gibt es auch Vegetarisches. In der Gegend gibt es keine historischen Stadtzentren, alle Häuser sind höchstens 50 Jahre alt: Hier gab es 1976 ein verheerendes Erdbeben, das fast alles zerstört hat.
Mein Weg führte mich weiter nach Udine – bei der Einfahrt in die Stadt wurde ich durch eine Allee mit einem Springbrunnen geleitet.

Um drei Uhr war ich im Zentrum, ich hab an einer Piazza eine kleine Kaffeepause eingelegt. Gegenüber vom Café stimmte mich die Casa Veniziana auf eines meiner nächsten Ziele ein.

Dann ging es auf die letzte Etappe für heute: Noch 40 km zum angepeilten Zeltplatz. Im Rückblick waren die Alpen immernoch präsent, doch ich näherte mich dem Meer.

Die letzte Rast hab ich in Palmanova gemacht. Das ist eine Retortenstadt, aber aus den Retorten des 16. Jahrhunderts, als der Ort – natürlich für Verteidigungszwecke – auf Befehl der Dogen angelegt wurde.


Die Straße an meinem Café wies schon in die richtige Richtung: In Aquileia, gut 10 km vor dem Meer, hab ich für heute Schluss gemacht.

Hier gibt es ein Museum, das ich mir morgen noch ansehen möchte. Dann fahre ich ganz gemächlich nach Grado. Der Tag heute war wieder wunderschön und glücklichmachend. Den ganzen Weg haben mich Düfte von Linden und Geißblatt begleitet. Und der Radweg ist hervorragend beschildert! Wenn ich mal kein Schild gesehen habe, gab es einen Aufkleber an einem Mast oder eine Markierung auf der Straße. Danke!
Ich gratuliere! Schön, dass du so gute Eindrücke gewinnen konntest. Wie geht es wohl weiter? Gute Fahrt noch.
So eine schöne Strecke – und heute (Dienstag) lockt die Adria… Hoffentlich findest du einen schönen Platz zum Baden 🙂