Tschüss Elbe, ahoi Labe

Tschüss Elbe, ahoi Labe

22. Mai 2026 0 Von gerhardjenders

Freitag, 22. Mai

Aufbruch im strahlenden Sonnenschein! Alles, was noch Strom braucht, wird heute über das Solarpanel geladen. Der Zeltplatz in Königstein ist sehr voll gewesen und zusätzlich sehr teuer. Dabei war die Ausstattung für Zelte nicht besonders – oder ich bin von Witten- und Mühlberg verwöhnt. Aber: nicht ärgern, dafür ist das Leben zu schön! Zum Abschied noch ein Blick auf das Dorf Königstein.

Und dann wieder Felsen. Diese heißen „Schrammsteine“ – ich bin nicht daran entlang geschrammt.

Ziemlich schnell ging die Sächsische Schweiz in die „Tschechische Schweiz“ über. (Der Name ist wohl wegen der massiven Häufung von „Sch“-Lauten nicht so üblich.) Eine Grenzkontrolle gab es auf dem Radweg nicht – Radler:innen sind grenzenlos! Die erste Stadt war Decin (bitte die Akzente dazudenken, ich schreibe mit dem Telefon, das hat da begrenzte Möglichkeiten), da gibt es natürlich ein Schloss (nicht fotografiert) und ein Fake-Pendant gegenüber (viel besser zu knipsen)

Ähnlich in Usti nad Labem: Was man vom Radweg aus (einigermaßen) gut ins Bild kriegt, ist ein Hotel. Die historische Burg Schreckenstein ist praktisch direkt über dem Weg und entsprechend schlecht zu sehen.

Und sie hatte noch einen besonderen Schrecken für Radfahrer:innen in Form einer imposanten Schleuse. Sowas kennt man ja eigentlich, aber hier gibt es Treppen zu überwinden. Da musste da Gepäck runter, sonst wäre das nicht zu machen gewesen.

Als ich durch war, stand da für die Gegenrichtung ein Schild, das eine Umfahrung anzeigte.

Ich fürchte, das habe ich in meiner Richtung nicht gesehen – oder gab’s da keins?

Wenigstens war die Burg noch einmal gut zu sehen.

Ziemlich geschlaucht bin ich weiter gefahren. Der nächste Zeltplatz war noch ziemlich weit, das stand am Weg ein Bauwagen, der als Tiny House zu vermieten war. Ich hab angerufen, aber keiner hat sich gemeldet. Also weiter. Nach einer Viertelstunde klingelte dann mein Telefon: Das Häuschen kann ich haben, 30 € für eine Nacht. Da war nichts gegen einzuwenden, also zurück und ein sehr angenehmes Quartier für die Nacht bezogen.

Ganz in der Nähe gibt es sogar Abendessen am Fluss – wieder ein perfekter Tag!