Anreise
Sonntag, 17. Mai – Nach diversen Überlegungen hab ich mich entschieden: Es geht nach Süden! Aber nicht direkt, sondern ich starte etwas weiter östlich, in Magdeburg. Nach der letzten kalten Nacht – die ich doch lieber nicht im Zelt zubringen wollte – bin ich heute früh mit der Bahn aufgebrochen: Gummersbach – Lüdenscheid – Dortmund – Minden – Braunschweig – Magdeburg. Das war der Plan. Und ja, die Züge waren pünktlich, ich hab alle Anschlüsse erreicht. Aber ab Dortmund waren die Züge voll. Sehr voll, die Fahrräder standen sehr gedrängt und teilweise quer. Sitzplätze gab es für mich bis Hannover nicht. Doch die Stimmung in den Zügen war gut, alle haben es mit Humor genommen und man kam ins Gespräch (Woher? Wohin?). In Braunschweig war dann aber Schluss mit lustig: Der RE40 nach Magdeburg stand brav wartend am Gleis, aber er war eine Viertelstunde vor der Abfahrt schon voll, Fahrräder wurden nicht mehr mitgenommen. Wir bekamen die freundliche Empfehlung, den nächsten Zug eine Stunde später zu nehmen. Keine gute Perspektive, denn Radfahrer, die schon im Zug waren, wurwieder rausgeschickt, um Platz für Kinderwagen zu schaffen. Aber es winkte Glück in Form einer Bahn nach Wolfsburg, von dort fuhr eine Kleinbahn nach Magdeburg. Da hatten mein Fahrrad und ich ordentliche Plätze. Ich war zur selben Zeit in Magdeburg wie ich es mit der späteren RE40 gewesen wäre – wenn die mich denn mitgenommen hätte. In Magdeburg steht der Dom, da war ich schonmal auf dem Weg nach Berlin. Erfreulich ist die klare Botschaft der evangelischen Jugend.


Um fünf Uhr war ich endlich am Fluss.

Aber die Zeit war halt weitergelaufen und an meinem Wunschplatz in Barby ist ab 18 Uhr das Tor zu. Das war nicht mehr zu schaffen, deshalb bin ich jetzt in Schönebeck geblieben, direkt am Fluss.
Und: Der Kuckuck ruft!

Schönebeck – da gibt es Weltrad, eine Garage Manufaktur mit viel an der Elbe. Dort habe ich mir Peter mal auf der Fahrt nach Berlin übernachtet. Bist du da auch?
Liebe Grüße