Über Dessau nach Wittenberg
Montag, 18. Mai
Es war zwar frisch in der Nacht, aber mein Schlafsack hat mich warmgehalten. Ich konnte mir ein warmes Porridge zum Frühstück machen, das war ein guter Einstieg in den Tag. Weil Walternienburg als besonders schönes Ausflugsziel angepriesen war, bin ich auf’s östliche Elbeufer gefahren. Dort steht auch das Prestziener Wehr, eine schöne Konstruktion aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, das bei Hochwasser geöffnet werden kann, um einen Teil des Wassers abzuleiten.


Walternienburg hat eine schöne alte Burganlage aus dem 10. Jahrhundert – doch ach: geschlossen! Ich konnte nur mit Verrenkungen über die Mauer linsen.

Entschädigt wurde ich durch wunderschöne Raps-Felder, vor denen sich das Fahrrad gut in Szene setzen ließ.

Nach Dessau musste ich schließlich über Roßlau und die Bundesstraße rein fahren, weil die anvisierten Fähren ausgerechnet heute nicht verkehrten. War aber nicht schlimm, als ich über die Elbe war, konnte ich einen ruhigen Weg durch verschiedene Parks nehmen. Natürlich hab ich die Bauhaus-Universität und die „Meisterhäuser“ angesehen, hier eine Galerie mit ein paar Eindrücken:





Auf der Weiterfahrt nach Wittenberg ging es nochmal durch einen sehr schönen Park. Weil der wohl früher mal einem Fürsten vorbehalten war, führte der Weg durch imposante Portale. Sieht aber etwas nach Disneyland aus.

Die weitere Strecke über Wörlitz (da hab ich nicht angehalten, weil ich schon eine Vereinbarung für die Übernachtung hatte) zog sich dann am Deich entlang doch noch ziemlich hin. Unterwegs stand da ein einsames Haus mitten in der Landschaft.

Ich war erst nach sieben Uhr am Kanuplatz in Wittenberg, der zuständige Platzwart, mit dem ich vorher telefoniert hatte, kam zur gleichen Zeit. Ich bin der einzige Zelter, alles ist bestens ausgestattet – wieder ein wunderschöner Tag! Zum Abendessen war ich noch kurz in der Stadt. Da muss ich morgen nochmal hin.
Zumindest gutes Wetter hast du, das ist wichtig für den Einstieg. Super!