Hier muss ich mal wandern!

Hier muss ich mal wandern!

31. Mai 2026 1 Von gerhardjenders

Sonntag, 31. Mai 2026

Tiefhängende Wolken an den Gipfeln erinnern am Morgen noch an das Gewitter und den Regen der Nacht, aber die Aussichten für den Tag sehen nicht schlecht aus.

Der Weg lief zwar wieder auf der Landstraße, doch zum Glück gab es einen Tunnel, der für Fahrräder gesperrt war. So hatte man von der Umfahrung aus noch einmal einen Blick auf die Enns und die gegenüber liegenden Felsen.

Schon ein paar Kilometen war ich beim Erlebniszentrum „Weidendom“. Hier wird die Bedeutung des vernünftigen Umgangs mit Ressourcen an Hand des ökologischen Fußabdrucks sehr anschaulich erklärt.

Mit diesem „Lattenzaun“ sind die Länder noch ihrem globalen Flächenverbrauch sortiert

Gegenüber zweigte die Straße nach Johnsbach ab. Ein paar Kilometer bin ich rauf gefahren und war – mal wieder – beeindruckt von den Bergen. Die Gegend ist so schön – hier möchte ich mal wandern! Wer kommt mit?

Am „Gesäuseeingang“ (für mich „-ausgang“) stürzt die Enns über eine Reihe Felsen. Diese „Enns-Kaskaden“ sollten in den 1980er Jahren für den Bau eines Wasserkraftwerks verschwinden. Das war der Anlass, die Gegend unter Schutz zu stellen und den Nationalpark „Gesäuse“ einzurichten

In Weng steht eine Kapelle mit einem wunderschönen spätgotischen Eingang und einem Fresco zum Heiligen Sebastian.

Auf dem Weg nach Admont wurde der Himmel plötzlich sehr düster. Passend dazu bekam ich Hunger und so habe ich in Admont während eines prächtigen Gewitters bei „The best Pizza & Kebab“ einen leckeren Falafel-Teller gegessen. Danach musste ich mich aber sputen, um vor dem nächsten Gewitter noch ein Stück Strecke zurückzulegen und eine Unterkunft zu finden.

Deshalb gibt es von der prächtigen Benediktiner-Abtei nur die Turmspitzen zu sehen.

Ich bin dann vom Ennstal-Radweg abgebogen in Richtung Rastlandradweg. Das war der Moment, in dem ich endlich die ersten Tausend Kilometer voll hatte.

Rechts von mir thronte die Wallfahrtskirche Frauenberg auf einem eigenen Hügel.

Der Rastlandradweg lief sehr angenehm, ich kam gut voran. Leider nicht schnell genug: Im letzten Moment wurde ich von einem massiven Regen-Sturm eingeholt. Damit ich morgen kein nasses Zelt einpacken muss, hab ich mir ein Zimmer im „Diwaldhof“ genommen, romantisch an der Autobahn gelegen.

Inzwischen hat der Regen aufgegeben, aber es ist angedroht, dass er morgen wiederkommt. Mal sehen. Ich bekomme hier auf jeden Fall Frühstück .