Gesäuse
Samstag, 30. Mai 2026
Ich wollte den Morgen mit einem richtigen Frühstück beginnen, dazu musste ich aber vom Zeltplatz rauf ins „Oberdorf“. Die Steigung war heftig – gut, dass ich mein Zelt zum Trocknen auf dem Platz gelassen hatte. Als ich gestärkt wieder unten war, könnte ich alles getrocknet und gelüftet einpacken.
Das Tal wurde enger, fast wie in einer Schlucht ging der Weg.

Zwischendurch an einer Brücke der Hinweis, dass es hier 1945 eine ähnliche Situation wie in Torgau gegeben hat.

Der Weg war durch heftige Steigungen und rasante Abfahrten nie langweilig.
An der Kirche in Altenmarkt hab ich eine Rast eingelegt. Neugierig hab ich einen Blick in die Kirche geworfen – und erfreut festgestellt, dass auch hier den Kindern vernünftige Werte und Vorbilder vermittelt werden: Natürlich – in einer katholischen Kirche – Mutter Theresa und Papst Franziskus, aber auch die Muslima Malala, der Jude Einstein und der Protestant Martin Luther King.

Sankt Gallen gibt es nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ennstal – sogar mit einer Burg.


Danach ging es noch eine Weile eher sanft auf und ab, doch dann musste ich den „Erbsattel“ überwinden.

Der Aufstieg war verdammt hart, beim steilsten Stück hab ich immer drei Begenzungspfähle durchgezogen, dann 10 Sekunden durchatmen, dann die nächsten drei. Irgendwann war ich oben – mit Blick auf ein vornehmes „Schlosshotel“ – und hatte natürlich eine rasante Abfahrt.

Und dann kam ich in den spektakulärsten Teil des Tages: Die Enns läuft jetzt durch eine wirklich enge Schlucht, das „Gesäuse“. Wirklich atemberaubende Felswände, immer wieder neue Ausblicke in die Tiefe und nach oben.



Gstatterboden hat neben einem Bahnhof und einem Besucherpavillon auch einen Zeltplatz, dort konnte alles aufbauen, bevor das angekündigte Gewitter seine Arbeit begann.


Jetzt sitze ich trocken im Aufenthaltsraum und vertraue, dass das Zelt dicht gehalten hat.