An der Mur entlang nach Graz

An der Mur entlang nach Graz

1. Juni 2026 0 Von gerhardjenders

Montag, 1.Juni 2026

Der für den Aufbruch versprochene Regen kam dann doch nicht. Losgefahren bin ich trotzdem.

Zuerst musste ich noch rauf zum „Schobenpass“ – die Steigung war sanft und es ging auch nur auf 850 m hoch. Am Wegesrand stand ein verstecktes Schloss, das wohl für die Verwaltung des Holzhandels genutzt wird.

In Wald hatte ich den höchsten Punkt überschritten, es ging bergab mit Rückenwind runter ins Murtal.

Die Straße war noch nass, aber den Regen hatte ich verpasst.

So kam ich nach Sankt Josef, dort konnte ich meine Vorräte auffüllen. Auf einer Höhe stand ein dramatisches Vaterlandsdenkmal, ein Schild am Radweg kündigte das „Tal der Gesetzlosen“ an.

Ob damit das gesamte Murtal gemeint war, hat sich mir nicht erschlossen.

Der nächste Ort war dann Leoben, eine schöne, fahrradfreundliche Stadt mit einem imposanten Stadtturm.

Der Weg blieb nicht immer am Fluss, so dass ich auch von oben ein paar schöne Blicke auf das Murtal werfen konnte.

In Bruck an der Mur hab ich eine Rast gemacht und das spätgotischen Kornmesser-Haus bewundert.

Doch auch das Rathaus finde ich echt stilvoll.

Und es gibt einen besonders hohen Maibaum.

Danach hatte ich noch rund 60 km bis Graz, die konnte ich auf dem Ostufer-Murradweg rasant abspulen konnte (Rückenwind!). Kurz vor Graz steht oben auf dem Berg die Burgruine Gösting.

Es war ein langer Weg nach Graz (137 km), aber dank weniger Steigungen hab ich es gut geschafft. Hier komme ich bei Freunden unter und sehe mir morgen die Stadt an.