Über Bahntrassen nach Hause

Über Bahntrassen nach Hause

27. September 2026 0 Von gerhardjenders

26. September 2026

Der Morgen auf dem Kahlen Asten begrüßte mich mit einem schönen Sonnenaufgang.

Nach dem Frühstück ging es zunächst einmal flott bergab ins Lennetal. Die Straße war nicht übermäßig befahren (es war ja noch früh), aber auf der Hauptstrecke (B 236) wurde es dann doch voll, so dass die „Lenneroute“ ausprobiert hab. Die war zwar ruhig, aber brachte doch unerwartete Steigungen und Schotterstrecken, so dass ich reumütig zur Bundesstraße zurückgekehrt bin.

Aber ab Gleidorf (kurz vor Schmallenbach) gibt es einen wunderschönen Bahntrassen-Weg (ein Teil des Sauerland-Rings), erst sanft bergauf und dann leicht bergab – und vor allem ruhig! (Na gut, zwischendurch sangen irgendwo Kettensägen.)

Bei Mailar ein wunderschönes weites Tal

Bis Eslohe konnte ich so fahren – mit einer stärkeren Steigung zum Schluss. In Eslohe hatte ein „Forellenhof“ gerade aufgemacht, da gab es etwas zu trinken. Dann ging es auf die nächste Bahntrasse – wieder erst rauf, dann durch einen Tunnel und dann runter ins Tal (wieder die Lenne).

Ein Signal am Weg stand auf „Freie Fahrt“

So kam ich um halb zwei in Finnentrop an, da gibt es einen schönen Park am Lenne-Ufer und einen „Lokschuppen“ – zwei Eisenbahn-Waggons, wo mir ein köstliches Mittagsmal (Fritten mit Majo) serviert wurde.

Leider fuhr kein Zug in meine Richtung – die Bahnstrecke nach Olpe ist noch immer einen Baustelle. Also musste ich die über 30 km rauf nach Meinerzhagen selbst bewältigen. Aber ich hatte dabei mal wieder Glück: Die Straße war auf den ersten Kilometern auch eine Baustelle: Vollsperrung! Sogar für Fahrräder (mit Schranke!), für die war eine Umleitung über irgendwelche Höhen ausgeschildert. Dazu hatte ich keine Lust. Ein Liegerad passt unter Schranken durch, Betrieb war auch nicht auf der Baustelle, also konnte ich mich durchmogeln und hatte danach eine wunderbar ruhige Straße, bis irgendwo vor Attendorn die umgeleiteten Autos wieder auftauchten.

Zur Stärkung gab es in Attendorn nach einen Eisbecher, dann hab ich mich die restlichen 20 km nach Meinerzhagen hochgearbeitet. Nach einigen Auf und Ab war ich dann bald (nach weiteren 16 km) zu Hause.

Das waren heute nur halb so viele Höhenmeter wie gestern. Weil ich aber die gemütlichen Bahntrassen genutzt habe, war die Strecke auch ohne „Turm-Eskapaden“ nicht wesentlich kürzer: 110 km. Aber – zumindest bis Finnentrop – sehr entspannt.

Das war ein sportlicher und wunderschöner Kurztrip. Und ich bleibe dabei: Jedes Jahr einmal auf den Kahlen Asten!