Ein guter Weg ist das Ziel! – 30.7.2019

Ein guter Weg ist das Ziel! – 30.7.2019

30. Juli 2019 2 Von gerhardjenders

Dienstag, 30.7.2019
Der Platz, auf dem ich übernachtet habe, ist eigentlich ein Bungalow-Park, der nur ein paar Zelte aufnimmt. Zu dieser erlesenen Gesellschaft gehören außer mir noch zwei schweizer Familien, die mit Kindern per Fahrrad unterwegs sind. Solche Eltern, gerade die, die mit kleinen Kindern, guter Laune und Unmengen von Geduld unterwegs sind, haben meine Hochachtung.
Der Vorteil am Bungalow-Park ist, dass es ein Restaurant gibt, auf dessen Terrasse ich mir jetzt ein üppiges Frühstück mit Blick auf den Schwanensee gönne.

Und – hurra – der Radweg ist wieder in Betrieb. So richtig mit Beschilderung und ohne Autos. Nach Lyon rein ging es durch Parks und am Fluss entlang, plötzlich war man mitten in der Stadt. Ich hab mein Gepäck in Aufbewahrung gegeben und nehme mir Zeit für die Stadt.

Es war eine gute Entscheidung, unbeschwert durch die Stadt zu ziehen. Vor der Kathedrale spielte ein junger Mann improvisierten Jazz, drinnen arbeiteten Leute an einem Gerüst und es ergab sich der passende Rhythmus. Eine ungeplante Klanginstallation nur für mich.

Ich hab noch die einzige romanische Kirche von Lyon angesehen (leider nur von außen möglich)

Am Portal grünt es.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_8750-1024x447.jpg

Kann mir bitte jemand erklären, was hier dargestellt ist?

und bin auf den Hügel gestiegen, um einen Blick von oben auf die Stadt zu werfen.

Lyon bestätigt meine „Koblenz – Theorie“: Die Mündung der Saone in die Rhone heißt im Französischen „Confuence“, also ist auch Lyon ein Koblenz. Wie übrigens auch Hannoversch Münden.
Der Abschied von Lyon wurde einem nicht leicht gemacht, weil der Weg aus der Stadt raus erstens schlecht beschildert und zweitens unschön war – zu viele zu stark befahrene Straßen. Das mit den Straßen wurde nachher besser, aber dann wurden es steinige und steile Pfade.

Kein Wanderpfad, sondern offizieller Rhone-Radweg (guter Abschnitt ohne Steine) zwischen Charly und Givors

Wer kann, sollte den Abschnitt zwischen Lyon und Givors überspringen. Vielleicht gibt es ja ein Schiff für diese Strecke?

Das letzte Stück hat mich dann wieder mit dem Weg versöhnt: guter Streckenbelag, gute Beschilderung und am Schluss endlich mal Barrieren, an denen ich mit dem Liegerad im Vorteil bin.

Ich zelte heute in Cordrieu, der Platz ist extra auf die Bedürfnisse der Fahrrad-Touristen zugeschnitten. Es gibt Tische mit Bänken, Aufenthaltszelte für Regen usw. Beim Einkaufen hab ich gesehen, dass Cordrieu auch ein schönes Städtchen ist. Beim Bäcker und beim Gemüsehändler konnte ich mich bestens für das Abendessen eindecken.